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Verkehrssicherungspflicht eines Hoteliers bei Glasdrehtüren

Der Betreiber eines Hotels verletzt seine Verkehrssicherungspflicht, wenn er den Hoteleingang so gestaltet, dass eine gläserne Drehtür seitlich durch ein Glaselement eingefasst wird, dass in Augenhöhe nicht gekennzeichnet ist. Das hat das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein mit Urteil vom 17.07.207, Az.: 11 U 109/16 entschieden.

Nach Auffassung des Gerichts müsse eine Glasfläche, die bis zum Boden reicht, so gekennzeichnet werden, dass sie leicht erkennbar ist. Dabei genügt ein mehrerer Zentimeter breiter weißer Rahmen für die Erkennbarkeit nicht aus, da er nur einen kleinen Teil der gesamten Fläche ausmacht. Auch reicht es nicht aus, dass der gesamte Eingangsbereich gut einsehbar ist. Vielmehr muss leicht zu erkennen sein, wo sich die Öffnung der Tür befindet.

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