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Musik ist kein Lärm

Mit Urteil vom 29.03.2017, Az.: 171 C 14312/16, hat das Amtsgericht München entschieden, dass den unmittelbaren Nachbarn gegenüber musizierenden Kindern kein Unterlassungsanspruch wegen Lärmbelästigung zusteht. 

Musik kann nach Auffassung des Gerichts nur dann als Lärm klassifiziert werden, wenn jemand absichtlich den Vorgang des Musizierens in eine bloße Produktion von Geräuschen pervertiere. Bei der vorzunehmenden Güterabwägung seien dabei auch die Wertentscheidungen des Art. 6 GG zu berücksichtigen. Da die gesunde Entwicklung junger Menschen unter besonderem Schutz stehe, ist Kinder an der Ausübung des Musizierens Vorrang einzuräumen.

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