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Der abhandengekommende Reisepass ist kein Fall der "höheren Gewalt"

Ein Reisevertrag kann nicht wegen höherer Gewalt gekündigt werden, wenn die Reise nicht angetreten werden kann, weil die Bundesdruckerei die Pässe irrtümlicherweise als abhandengekommen gemeldet hatte. In diesem Fall besteht keine allgemeine Beschränkung der Reisemöglichkeit, die jeden Reisenden getroffen hätte. Das Mitführen geeigneter Ausweispapiere fällt in die Risikosphäre des Reisenden ohne das es darauf ankommt, aus  welchen Gründen die Pässe des Reisenden als nicht ausreichend angesehen werden.

BGH, Urteil vom 16.05 2017; Az. X ZR 142/15.

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